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Independence Day

Als hätte ich es letzte Woche schon geahnt… Wer in den letzten paar Tagen einmal seine XBox angeschaltet und durch die Menüs geblättert hat, wird vielleicht schon bemerkt haben, daß mittlerweile auf dem Spiele-Marktplatz viele der XBox Live Community Games dort zum Kauf feilgeboten werden. Nur firmieren diese Spiele jetzt unter dem Namen „Indie Games“.

Aber (ganz kleines aber) bevor man nun den gesamten Store leer kauft, sollte man vielleicht wissen, daß wahrscheinlich einige der „Indie“-Spiele, die momentan noch für 200, 400 und 800 Einheiten Microsoft’scher Spaß-Währung verkauft werden, zukünftig deutlich günstiger zu haben sein könnten. Denn bis zum 22. Oktober wird auf ein neues System umgestellt, in dem neue Spiele nur noch 80, 240 oder 400 Punkte kosten werden, und vielleicht senken im Zuge dessen ja auch ein paar Anbieter älterer Titel den Preis für ihre Kreationen.

Wer augenblicklich jedoch kein anderes Spiel in der Pipeline hat, sollte nicht verzagen und ruhig auch schon  heute bei einem der immer wieder gelobten Games wie das lustige „Carneyvale Showtime“ mit passiver Steuerung und Achievements, das minimalistische Osziloskop-Surf-Spiel „sin(Surfing)“ und den Contra-ähnlichen Sidescrolling-Shooter/Jump’n'Run „Weapon of Choice“ zugreifen. Nur das „Kodu Games Lab“, der Editor mit dem man selbst eigene kleine Spiele zusammenklicken kann, läßt scheinbar leider noch eine Weile auf sich warten. (via)

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Zombies are the new black

„Zombies are the new brown“, „Zombies are the new cake“ oder „Zombies are the new physics-guns“, hätte die Überschrift eigentlich heißen müssen, aber wäre vielleicht etwas zu kryptisch gewesen. Wie dem auch sei… Nachdem es eine Weile lang obligatorisch für Videospiele war, in einer hügeligen und extrem staubigen oder matschigen Landschaft zu spielen und/oder Physik-Rätsel oder eine Waffe zu beinhalten, die die Schwerkraft aufhebt, brauchen Spiele heute un-be-dingt Filmgrain-Filter und untote Tote, die eine Vorliebe für menschliches Gehirn hegen.

„Left 4 Dead“, „Resident Evil 5″, „Plants vs. Zombies“, „Killing Floor“ – Alles schön und gut, aber sobald Rennspiele auftauchen, in denen man mit gepanzerten und Klingen-bewährten PKW nebenbei Zombies überfahren muß, ist für mich der Spaß vorbei. Von der an den Haaren herbei gezogenen Hintergrundgeschichte des Spiels mit dem lautmalerischen Namen „Clutch“, die den Large Hadron Collider für die Zombie-Apokalypse verantwortlich und einem weiß macht, das Gemetzel, das man veranstaltet, diene dazu, ein Heilmittel für die Zombifizierung zu finden, will, naja, wollte ich eigentlich garnicht erst anfangen.

Daß die Heimkehrer aus einer überbevölkerten Hölle nun auch für den allerletzten Mist herhalten müssen, ist unerhört und ein Affront gegenüber großartigen Werken wie „Dawn of the Dead“ (der Original-Film), die Miniseries „Dead Set“ und dem einfallsreichen Capcom-Spiel „Dead Rising“.

Aber was will man schon erwarten von einer Plattform wie „Steam“, auf der mehr und mehr Shovelware veröffentlicht wird, und einem Publisher, der sich anscheinend auf Plagiate spezialisiert hat, darunter Perlen wie „Homeworldplanet“, „Indiana Diamon Jones“, „My Little Lovely Pony“ und ein Titel, der aussieht wie „Far Cry“, nur mit kaum bekleideten Frauen als Dreingabe.

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Was erlauben Zune?

Zune

Man sagt dem Unternehmen Microsoft ja gern einmal nach, die eine oder andere kleine technische Entwicklung verschlafen zu haben – Das Internet zum Beispiel.

Andererseits scheinen die Freibeuter aus dem Silicon Valley mit der XBox den Markt für Spiele-Konsolen recht erfolgreich von hinten aufgerollt zu haben. Zudem hat Microsoft auch ein Betriebssystem für Smartphones und einen eigenen Musik-Player in petto, doch in beiden Bereichen setzt ihnen Apple seit einiger Zeit ganz schön zu und ist, was Handheld-Spiele angeht, mit Iphone und Ipod Touch sogar ein ganzes Stück voraus.

Dabei hat Microsoft doch eigentlich alles beisammen, um auch mit Games für unterwegs erfolgreich zu sein: Ein Gerät (Zune, Zune HD), eine kostengünstige Entwicklungsumgebung (XNA), ein eigener Store (Zune Marketplace) und ein paar hausgemachte Titel existieren ja scheinbar auch schon. Ich frage mich also, was Microsoft davon abhält, ihren Hintern in Bewegung zu setzen, den Zune endlich nach Europa und ein paar Entwickler in die Nähe ihrer Keyboards zu bringen.

Da sich ein anderer Mitbewerber möglicherweise gerade aus diesem Bereich zurück zieht, scheint der Zeitpunkt im Moment günstig zu sein und Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Außerdem könnte man bei der Gelegenheit gleich auch dafür sorgen, daß sich die, wie man hört langen, Approval-Prozesse für XBLA-Spiele verkürzen und wir auch hierzulande in den Genuß der Community Games auf der XBox kommen! (Oder schiebt der Jugendschutz dem wieder einen Riegel vor?)

Übrigens bin ich zwar sonst nicht gerade ein MS-Fanboy, aber die Handheld PC-Geräte haben es mir, ganz im Gegensatz zum ganzen Touch-Unsinn damals (Palm) und heute (Iphone), echt angetan. ;)

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Gerstmann-gated all to hell and back

Vor knapp zwei Jahren machte, unter dem Begriff „Gerstmann-Gate“, die Meldung, daß Jeff Gerstmann, seit 10 Jahren Redakteur beim zu CNET gehörenden Online-Magazin Gamespot, wegen einer schlechten Bewertung von „Kane & Lynch“ gefeuert worden sei, die Runde. Von Seiten CNETs wurde zwar dementiert, daß man Gerstmann auf Druck von „Kane & Lynch“-Publisher Eidos entlassen habe, zur gleichen Zeit hatte Eidos jedoch auch eine groß angelegte Werbe-Kampagne für eben jenes kritisierte Spiel bei Gamespot gebucht.

Kurz darauf veröffentlichte Eidos dann laut Kotaku auf der „Kane & Lynch“-Website irreführende Fünf-Sterne-Wertungen und Zitate verschiedener Magazine, die nicht aus den endgültigen Rezensionen des Spiels stammten.

Den nächsten Fauxpas löste 2008 eine Twitter-Nachricht eines britischen Gamespot-Mitarbeiters aus, der behauptete, das von Eidos bestellte PR-Unternehmen versuche, „Tomb Raider: Underworld“-Rezensionen mit einer Bewertung von unter 80% zurück zu halten. Dieser Vorwurf konnte zwar nicht bekräftigt werden, aber die PR-Firma gab zu, den Metascore des Spiels managen zu wollen und, daß kleinere faktische Fehler in einem Eurogamer-Review (Rating: 70%) bei ihnen zu Problemen geführt hätten.

Die Schlagzeilen über den Publisher rissen nicht ab: Anfang dieses Jahres erwischte man Eidos bei dem Versuch, Einfluß auf die Wahl des Game of the Year, veranstaltet von einer australischen Zeitschrift, zu nehmen.

Dieses war der vierte Streich, doch der letzte folgt sogleich… Im Blog eines anonymen Spiele-Journalisten heißt es, daß Eidos das übliche Embargo vor der Veröffentlichung eines Spieles, im konkreten Fall „Batman: Arkham Asylum“, aufheben würden, wenn Chef-Redakteure von Spiele-Zeitschriften garantieren könnten, den Titel mit mindestens 90% zu benoten und auf dem Cover abzubilden. In Zeiten, in denen exklusive Berichterstattung für Spiele-Publikationen bares Geld bedeutet, handelt es sich dabei um ein äußerst unmoralisches Angebot. (via)

Eidos wird übrigens zukünftig in unseren Breiten dem Unternehmen Square Enix Europe die Geschäfte überlassen.

Update: Wer sich dafür interessiert, welche Auswirkungen die Entlassung Gerstmanns bei Gamespot und in der US-amerikanischen Online-Szene hatte und wie es dazu kam, daß eine Redaktion mit ehemals strengen Grundsätzen plötzlich unter dem Einfluß von Werbekunden stehen konnte, sollte einmal diesen 1UP-Artikel lesen.

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What the Fez?

Mein am heißesten erwarteter 2D/3D-Plattformer Fez kommt im Frühjahr 2010 für Microsofts XBox Live Arcade heraus. Das ist eine niederschmetternde Nachricht, denn in den Screenshots, die ständig auf Offworld und im Polytron-Blog veröffentlicht werden, wirkt das freundliche, pixelige Spiel mit dem Männeken mit dem Hut immer, als könnte es problemlos am nächsten Tag veröffentlicht werden.

Andererseits ist die heutige Ankündigung von Phil Fish und seinen zwei Mitstreitern ein schlauer Zug: Ein Erscheinen vor Weihnachten hätte sicherlich zur Folge, daß der Titel im Schatten von Spielen finanzkräftiger Publisher untergehen würde. Und als PC-Spiel würde es innerhalb kürzester Zeit auf sämtlichen Tauschbörsen dieser Erde auftauchen.

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(Auch eine) Kurzrezension

Far Cry 2: Lebensnahe, nie zuvor erlebte Simulation von Feuer, das sich durch das Gras in der Savanne frißt – Leider auch durch das Budget für einen kompetenten Autor, sodaß man stattdessen einen Tom Clancy-Verschnitt engagierte, der dafür sorgte, daß man nun Auftragsmörder spielt und illegale Waffenhändler in einem Dritte-Welt-Land unterstützt.

Splinter Cell: Conviction (Preview): Ehemaliger CIA- und NSA-Agent übt sich in Selbstjustiz und nutzt seine exzellente Ausbildung, um die Technik, eine Exekution auszuführen, ohne dabei entdeckt zu werden, zu perfektionieren.

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@polyneux

  • Sowas wie OnLive klappt doch nur, wenn es dort genau so viel kostet, ein Spiel zu leihen, wie neu im Laden zu kaufen. (Nille) 2 hours ago
  • Ich prophezeie: Prophezeiungen zum Ende der Konsolen treten nicht ein. Konsolen müssen billig sein, spezialisierte Streamingserver kosten. N 2 hours ago
  • Nicht umsonst sieht mein GameCube so aus wie er aussieht: http://bit.ly/72XVy3 (Nille) 3 hours ago
  • @GamerGirls Wir Polyneux-Boys werden wieder sträflich vernachlässigt. :( Dabei besitze ich nur ein einziges Spiel für meinen DS. (Nille) 3 hours ago
  • Nille über ein "Massively Multiplayer Jump'n'Run Action Adventure Game", spielbar im Browser, mit niedlichen Figuren: http://bit.ly/5oqqJi 6 hours ago