Wie jeder weiß, bin ich ein Freund gewalthaltiger Videospiele. Ich habe auch kein Problem damit, daß sich die Gewalt in solchen Spielen manchmal gegen Menschen, „menschenähnliche“ Wesen und Tiere richtet. Als Fan von Zombie-Geschichten und Büchern und Filmen wie „The Last Man on Earth“ oder „Dead Set“ spiele ich sogar außerordentlich viele Games, in denen man, meist auf nicht gerade zimperliche Art und Weise, sogenannte Infizierte wieder zurück in die Hölle schickt, zum Beispiel „Left 4 Dead“, „Killing Floor“, „Dead Rising“, „Stubbs“, „Plants vs. Zombies“. Als Vegetarier würde ich allerdings niemals etwas wie dem „Animal Cruelty“-Achievement in „Zeno Clash“ nachjagen („Kill 50% of the harmless animals in the game“), aber wenn in einem Spiel ausversehen einmal ein Vogel oder ähnliches unter die Räder gerät oder man in einem Fantasy-RPG zum Angeln angehalten wird, habe ich kein Problem damit.
Ein Problem stellt es jedoch immer dar, sollten in einem Spiel die Grenzen des Fiktionalen verschwimmen oder verschwinden oder Gewalt den komischen oder tragischen Charakter verlieren. Ich mag also keine (Welt-)Kriegs-Shooter und -Strategie-Spiele oder Titel wie „FarCry 2″, wo man in einem erdachten afrikanischen Land als Söldner mit Blutdiamanten illegal Waffen erwirbt, bürgerkriegsähnliche Konflikte anheizt und Missionen als Auftragsmörder annimmt; (Warum dieses Spiel, im Gegensatz zu einem Spiel, das quasi eine einzige Persiflage auf den Film „Dawn of the Dead“ ist, keiner Indizierung anheim fiel und Reviews dazu insgesamt recht positiv ausgefallen sind, ist mir ein Rätsel).
Nach dieser langen Vorrede jetzt aber mein eigentliches Anliegen: Ich finde es abscheulich, für ein an sich wahrscheinlich eher harmloses, womöglich garnicht so übles Spiel (in diesem Fall „Overlord 2″) zu werben, indem man weltbekannte Bilder von mißhandelten Tieren verharmlosend nachstellt:
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