
Ein Massively Multiplayer Online Game zu gestalten, ist garnicht so einfach. Augenblicklich zeigt das Browserspiel „Nile Online“ von Tilted Mill, ein Abkömmling des Aufbau-Strategie-Spiels „Kinder des Nils“ ;), dies recht deutlich. Das Spiel befindet sich im Augenblick noch in der offenen Beta-Phase, und das spürt man auch.
Momentan fehlt ganz eindeutig noch der berühmte Money Sink. Als die ersten Luxusgüter (man benötigt sie, um die Gebäude in seiner Siedlung weiter zu entwicklen) von den Spielerinnen und Spielern produziert wurden, wurden diese auf den Marktplätzen für bis zu 40 Brote (die Ingame-Währung) verkauft, sodaß nur wenige SpielerInnen eine Bäckerei benötigten, um ihre Arbeiter (ebenfalls mit Brot) zu entlohnen. Jetzt steht der Preis zwischen 8 und 9, das liegt teilweise sogar unter den Produktionskosten. Wer jetzt Luxusgüter braucht, produziert sie entweder gänzlich selbst oder tauscht sie 1:1.
Wer ein hohes Level erreicht hat, für den/die ist der Handel wahrscheinlich zu aufwändig und bei der extrem langen Dauer der Gebäude-Upgrades ist der Anreiz, viele Materialien auszugeben, gering. Selbst die Einführung von Monumenten, deren Eroberung viel Brot kostet, die jedoch notwendig ist, um seine Städte ab einem bestimmten Zeitpunkt weiter zu entwicklen, konnte die Wirtschaft bis heute nicht wieder in Schwung bringen. Und, obwohl ich im Spiel zu den oberen 10 Prozent gehöre, denke ich, setze ich meinem kleinen Königreich bald ein Ende.
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