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out of order

Spiel-Stop!

Die auf Videospiele spezialisierte Einzelhandels-Kette GameStop (und
die dazu gehörenden Geschäfte, die früher EB Games hießen) werden die
meisten Personen, die dieses und andere Spiele-Blog verfolgen, wohl
kennen. Immerhin machen sich die Läden mit dem schwarz-roten Logo
mittlerweile auch in Deutschland breit. Wahrscheinlich wird den meisten
Leserinnen und Lesern auch auffallen, daß die in den folgenden Videos
dargestellten Praktiken wohl eher nicht in Deutschland anzutreffen
sind, jedenfalls ist es mir persönlich noch nicht unter gekommen und
wäre hier wohl auch scharf an der Grenze zur Legalität (oder ein Stück
darüber hinaus). Aber Vorsicht der Elephant in der Porzellan-Kiste und,
obwohl ich nicht alle vorgetragenen Ansichten teile und bestimmt keine
Boykott-Aufrufe starten möchte, mißfallen mir derartige
Geschäftsgebahren der Marke “Nepper, Schlepper, Bauernfänger” enorm.
Das heißt natürlich nicht, daß die erhobenen Anschuldigungen wahr oder
gar offizielle Firmen-Politik wären, aber selbst der Gedanke,
Unternehmen zu unterstützen, die auf solch unseriösem Wege
Gewinnmaximierung betreiben, ist mir zuwider.

So, genug Kopf aus der Schlinge gezogen (schließlich ist das erste
Video bereits aus Youtube entfernt worden), worum geht es überhaupt? In
einer schlechten Zero Punctuation-Imitation erzählt ein, nach eigener Aussage ehemaliger Angestellter des Unternehmens in kaum verständlichem
US-amerikanischen Englisch, wie GameStop angeblich versucht,
Kunden, anstatt neuer Produkte, oftmals minderwertige gebrauchte
Produkte zu überhöhten Preisen aufzuschwatzen, die sie zu niedrigsten
Preisen (idealerweise als Guthaben, das die Verkäufer sofort wieder im
Laden lassen sollen) von anderen Kunden erworben haben. Man wolle um
jeden Preis verhindern, daß die Kunden ihr Geld bei der Konkurrenz
ausgeben, unter anderem auch durch Rabatt-Karten, dessen Anschaffung
sich für die VerbraucherInnen in der Regel nicht lohne, sondern, im
Gegenteil, einen viel zu hohen Anschaffungspreis hätte. Dazu würde
energisch versucht, Abos für schlechte Spiele-Zeitschriften und
Reservierungen für noch nicht erschienene Spiele zu verkaufen. Die
Modalitäten dafür seien schlecht (keine Benachrichtigungen, kurze
Vorhaltezeit, kein Ersatz für verlorene Belege) und ohne Reservierung
erhältliche Exemplare künstlich verknappt. Die letzten vier von neun
Videos beschäftigen sich mit den angeblich schlechten
Arbeitsbedingungen, alle sind hier zu finden. Bedauerlicherweise ist
ein schimpfender Youtube-User keine verläßliche Quelle und etwas mit
offiziellem Charakter ist mir bisher leider nicht unter die Augen
gekommen (Falls jemand etwas hat, bitte immer her damit).

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2 Responses

  1. Tim sagt:

    Abgezockt wird überall. Das ist ein sehr schönes Beispiel dafür.

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