
Jojo’s Fashion Show hätte auch gut Jojo’s Freakshow oder Jojo’s Hooker Show heißen können. Mal ehrlich, hätte ich eine Tochter (wahlweise auch gern Sohn), würde ich sie lieber den ganzen Tag in Doom 3 mit der Kettensäge auf Zombies losgehen lassen, als auch nur eine Stunde dieses „Mädchen“-Spiel spielen zu lassen. Games, die sich um Mode und Klamotten drehen, in denen man virtuell Puppenhaus spielen und verschiedene Charaktere nach seinem Geschmack einkleiden und ablichten lassen kann, oder der Puzzle-artige Modus, in dem man Manneqiuns der Saison und ihren Typ entsprechend Plünnen zusammenstellen muß (was mich nätürlich hoffnungslos überfordert, schließlich bin ich froh, wenn ich es überhaupt schaffe, in Hosen vor die Tür zu treten).. Alles schön und gut, aber was haben sich die Entwickler nur dabei gedacht, die Modelle mit streichholzdünnen Armen und Giraffenhals darzustellen? Aber das allerschärfste kommt noch: Reproduzierbar die höchste Punkt-Wertung erhält man, wenn man die Deerns in Dirnen-(hochdeutsch: Prostituierten-)Klamotten auftreten läßt, wo doch die Konzept-Bilder so harmlos, sogar teilweise ganz interessant aussahen. Dagegen ist Barbie eine Betschwester! Wo bleibt der Jugendschutz, wenn man ihn wirklich einmal braucht??

Nun zu etwas ganz anderem. Ist zwar ein ganz alter Hut, sieht aber dennoch verdammt klasse aus: Eine animierte Anamorphose auf dem iSpielzeug. Verdammt traurig, daß dieses hübschekleine Gerät so frech teuer ist. Doch ich wette Einiges darauf, daß der nächste DS dem iPhone in nichts nachstehen und nicht so snobistisch daher kommen wird ;).. (via)
Sehr stark mit Illusionen spielen auch die Titel aus der Freeware-Download-Reihe namens Karoshi, Karoshi 2.0 (das beste der drei Games) und das jüngst erschienene Karoshi Factory von Jesse Venbrux. Karoshi bezeichnet das Phänomen, daß extremer Streß oder/und unzählige Überstunden bei der Arbeit zu schwerer Krankheit oder gar zum Tode führen kann. Das ist nicht schön, aber dennoch der Haupt-Antrieb der Spiele. Man steuert einen stark pixeligen Schlipsträger durch minimalistisch gestaltete Level, muß Hindernisse überwinden und Rätsel lösen, um sich schlußendlich ins bodenlose Nichts oder spitze Stacheln zu stürzen. Auch am, oder besser gesagt dem vermeintlichen, Ende wird der Name programmatisch und man bekommt die Möglichkeit, noch allerlei „Überstunden“ abzuleisten. Herausragend machen das Spiel allein die Rästel, die einen ständig ins Bockshorn jagen wollen, aber sehr humorig und vor allem lösbar sind, wenn man ein wenig auf die leicht subtilen Hinweise achtet und daran denkt, daß man alle dem PC zur Verfügung stehenden Eingabemethoden ausprobiert. (via)


Zum Thema Illusion paßt Run! leider ganz und garnicht, außer, daß es illusionistisch ist, zu glauben, man könne es ohne den Besitz göttlich geweihter Finger auf Hard bis zum Ende schaffen. Interessant ist es trotzdem, weil es aus extrem limitierten Steuerungs- und Anzeige-Optionen viel Spaß heraus holt: Drückt und hält man die Taste „A“, rennt man schnurstracks in eine tödliche Falle, läßt man die Taste los, stoppt und steht man in einer tödlichen Falle. Autsch! (via TIGS)

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