Mein am heißesten erwarteter 2D/3D-Plattformer Fez kommt im Frühjahr 2010 für Microsofts XBox Live Arcade heraus. Das ist eine niederschmetternde Nachricht, denn in den Screenshots, die ständig auf Offworld und im Polytron-Blog veröffentlicht werden, wirkt das freundliche, pixelige Spiel mit dem Männeken mit dem Hut immer, als könnte es problemlos am nächsten Tag veröffentlicht werden.
Andererseits ist die heutige Ankündigung von Phil Fish und seinen zwei Mitstreitern ein schlauer Zug: Ein Erscheinen vor Weihnachten hätte sicherlich zur Folge, daß der Titel im Schatten von Spielen finanzkräftiger Publisher untergehen würde. Und als PC-Spiel würde es innerhalb kürzester Zeit auf sämtlichen Tauschbörsen dieser Erde auftauchen.
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Far Cry 2: Lebensnahe, nie zuvor erlebte Simulation von Feuer, das sich durch das Gras in der Savanne frißt – Leider auch durch das Budget für einen kompetenten Autor, sodaß man stattdessen einen Tom Clancy-Verschnitt engagierte, der dafür sorgte, daß man nun Auftragsmörder spielt und illegale Waffenhändler in einem Dritte-Welt-Land unterstützt.
Splinter Cell: Conviction (Preview): Ehemaliger CIA- und NSA-Agent übt sich in Selbstjustiz und nutzt seine exzellente Ausbildung, um die Technik, eine Exekution auszuführen, ohne dabei entdeckt zu werden, zu perfektionieren.
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Wie jeder weiß, bin ich ein Freund gewalthaltiger Videospiele. Ich habe auch kein Problem damit, daß sich die Gewalt in solchen Spielen manchmal gegen Menschen, “menschenähnliche” Wesen und Tiere richtet. Als Fan von Zombie-Geschichten und Büchern und Filmen wie “The Last Man on Earth” oder “Dead Set” spiele ich sogar außerordentlich viele Games, in denen man, meist auf nicht gerade zimperliche Art und Weise, sogenannte Infizierte wieder zurück in die Hölle schickt, zum Beispiel “Left 4 Dead”, “Killing Floor”, “Dead Rising”, “Stubbs”, “Plants vs. Zombies”. Als Vegetarier würde ich allerdings niemals etwas wie dem “Animal Cruelty”-Achievement in “Zeno Clash” nachjagen (”Kill 50% of the harmless animals in the game”), aber wenn in einem Spiel ausversehen einmal ein Vogel oder ähnliches unter die Räder gerät oder man in einem Fantasy-RPG zum Angeln angehalten wird, habe ich kein Problem damit.
Ein Problem stellt es jedoch immer dar, sollten in einem Spiel die Grenzen des Fiktionalen verschwimmen oder verschwinden oder Gewalt den komischen oder tragischen Charakter verlieren. Ich mag also keine (Welt-)Kriegs-Shooter und -Strategie-Spiele oder Titel wie “FarCry 2″, wo man in einem erdachten afrikanischen Land als Söldner mit Blutdiamanten illegal Waffen erwirbt, bürgerkriegsähnliche Konflikte anheizt und Missionen als Auftragsmörder annimmt; (Warum dieses Spiel, im Gegensatz zu einem Spiel, das quasi eine einzige Persiflage auf den Film “Dawn of the Dead” ist, keiner Indizierung anheim fiel und Reviews dazu insgesamt recht positiv ausgefallen sind, ist mir ein Rätsel).
Nach dieser langen Vorrede jetzt aber mein eigentliches Anliegen: Ich finde es abscheulich, für ein an sich wahrscheinlich eher harmloses, womöglich garnicht so übles Spiel (in diesem Fall “Overlord 2″) zu werben, indem man weltbekannte Bilder von mißhandelten Tieren verharmlosend nachstellt:

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Man möchte meinen, daß in einer kreativen Branche wie dem Geschäft mit Videospielen alles freundlich und kollegial ablaufen müßte. Daß jedoch nicht nur eitel Sonnenschein herrscht, sondern die Hersteller und Vertreiber von Unterhaltungssoftware sich manchmal in einem enorm schmutzigen Sumpf bewegen, zeigen folgende Beispiele:
- Electronic Arts könnte sich eigentlich recht glücklich schätzen. War das Unternehmen früher für die Ausbeutung ihrer Mitarbeiter, dumme Marketing-Ideen und seit dem letzten Jahr für den Einsatz restriktiver DRM-Software bekannt (von beiden Ärgernissen scheint EA jedoch mittlerweile Abstand genommen zu haben), häuften sich in letzter Zeit auch Schlagzeilen über neue innovative Spiele wie zum Beispiel “Mirror’s Edge”. Nun hat man sich jedoch mit der Collector’s Edition der “Sims 3″ in die Nesseln gesetzt. Informierte Käufer sollten zwar wissen, daß CE heute bedeutet, daß man eine richtige Verpackung und nicht nur eine DVD-Hülle erhält, und ein USB-Stick in Form eines Oktaeders ist auch dabei, doch scheint das “Lösungsbuch” nur eine Werbebroschüre und die exklusiven Sim-Punkte gar nicht so exklusiv zu sein.
- Tim Langdell vertreibt und/oder entwickelt einige wenige, gänzlich unbekannte Spiele, hat sich die Handelsmarke “EDGE” für alles, was irgendwie mit Videogames in Verbindung steht, gesichert und scheint damit nicht nur im Fahrwasser der bekannten britischen Zeitschrift und Titeln wie “Soul Edge” und “Mirror´s Edge” vorwärts kommen zu wollen, er hat es scheinbar auch zu seiner Berufung gemacht zu haben, Spiele-Entwickler zu verklagen die ihre Werke ebenfalls so oder so ähnlich betiteln. Zuletzt war Langdell anscheinend ein beliebtes Iphone-Game ein Dorn im Auge. Besonders süffisant ist, daß Langdell im Vorstand der IGDA sitzt – Einer Organisation, die Entwickler eigentlich genau vor solchem Unbill schützen sollte. Die gesamte komplizierte Geschichte kann man bei TIGSource ausführlich nachlesen.
- Den Vogel schießt allerdings der US-Ableger von Factor 5 (unter anderem mit verantwortlich für “Turrican”, “Rogue Squadron” und “Lair”) ab. Es ist vielleicht bekannt, daß das Unternehmen seit dem letzten Monat insolvent ist. Nun allerdings berichtet das Marin Independent Journal vom gesamten Ausmaß der Katastrophe: Das Unternehmen soll nicht nur seinen ehemaligen Angestellten noch 900.000 US-Dollar Löhne schulden, sondern auch LucasArts einen Kredit in Höhe von 4 Millionen Dollar nicht zurück gezahlt haben. Zudem sollen unrechtmäßig der Source Code und die Rechte am geistigen Eigentum der Wii-Umsetzung von “Rogue Sqadron” an eine Firma übertragen worden sein, dessen Inhaber, Verwaltung und Anwälte mit denen von Factor 5 identisch sein sollen.
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Meinetwegen hätte sich Electronic Arts die letzten fünf Ausgaben “Need for Speed”-Reihe sparen können. Und so cool ich auch den letzten “Burnout”-Titel von Criterion fand, kann ich mir doch kaum vorstellen, wie man dieser Serie noch bedeutende Veränderungen und Verbesserungen zuführen könnte, zumindest in einem Zeitraum von ein, zwei Jahren.
Nun hat EA kürzlich einen interessanten Schritt unternommen: Sie lassen eines der kommenden “Need for Speed”-Spiele im Studio von Criterion Games entwicklen – Ich finde, das hört sich doch recht vielversprechend an..
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Come get some! Und zwar in einem dieser bösen, grundsätzlich abgrundtief häßlichen und trotzdem viel zu viel Zeit verschlingenden Browser-Games. Im Fall meiner neuesten Obsession handelt es sich dabei um “Brain Chef”, ein rundenbasiertes einfaches Multiplayer-Spiel, in dem ein erbitterter Kampf um die Vorherrschaft über die Erde zwischen Pflanzen Menschen und Zombies ausgebrochen ist.

Nun klickt bitte auf folgenden Link (Link), damit ich dort noch mehr Zeit verschwenden kann. ;)
(via RPS)
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Im US-Bundesstaat Washington gehen die Uhren ein wenig anders: Klar, dort geht die Sonne ja auch 8 Stunden später auf als hierzulande. Doch rund um die Stadt Bellevue, wo das Unternehmen Valve Software seinen Sitz hat, scheint sich eine Art zweites Bermudadreieck entwickelt zu haben.
Daß Tripple-A-Titel von Third-Party-Publishern immer etwas länger brauchen, um dort veröffentlicht zu werden, hat sicherlich andere Ursachen als die ständigen Verzögerungen Valves hauseigener Games, Firmen wie EA wollen dort wahrscheinlich nur noch die Käufer abschöpfen, die sich standhaft weigern, in Brick & Mortar-Geschäften oder im EA-Store zu kaufen.
Daß Valve es jedoch nicht hinbekommt, Steam-exklusive, fertige (davon gehe ich zumindest aus) Titel wie jüngst den IGF Grand Prize-Gewinner “Blueberry Garden” pünktlich zu veröffentlichen, ist schon ein kleines Trauerspiel. Nach Bekanntwerden des Releasedatums (gestern, der 8. Juni) zählte auf Steam ein Countdown herunter und, nachdem er Abgelaufen war, passierte erst einmal nichts. Nach einer Weile wurde man eine weitere Stunde lang vertröstet und es passierte wiederum nichts. Dann zeigte die Website als neues Veröffentlichungsdatum den 11. Juni, dann kurz den 10. und jetzt wieder den 11. Ob sich bis Übermorgen wohl jemand erbarmt, den magischen Schalter umzulegen, die übliche Presseerklärung zu Ende zu verfassen oder dem Spiel endlich die ebenfalls übliche restriktive DRM-Kette an die Beine zu binden? – Man weiß es nicht..
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